1. Woher stammt der Begriff Spam?
SPAM ist eigentlich ein Markenname für gewürztes
Schweinefleisch und Schinken in einer Dose. Der Name stammt von
spiced pork and ham. Ein Sketch von Monty
Python's Flying Circus macht sich offenbar darüber lustig
(gesehen habe ich ihn nie), indem im Restaurant, in dem der Sketch
spielt überall nur Spam vorkommt, obschon ihn niemand wirklich
will. Irgendjemand hat den Begriff offenbar auf das E-Mail- Problem
übertragen, dabei ist es geblieben. Infos darüber gibt es auch
vom Hersteller von SPAM.
Korrektere Bezeichnungen für dasselbe Problem sind UBE unsolicited bulk e-mail (= unerbetenes Massen- E-Mail) oder UCE unsolicited commercial e-mail (= unerbetenes, kommerzielles E-Mail).
Analog zu den Merkwörtern AIDA oder KISS können Werbetreibende auch SPAM als Eselsleiter benutzen: Stupid People's Advertising Method.
2. Ich habe ein Spam- Mail erhalten. Wie
kann ich mich wehren?
Diverse Seiten befassen sich mit dem Problem. Ein guter Anfang ist
meine Seite zu diesem Problem.
3. Wie finde ich die richtige
Beschwerdeadresse heraus?
Z.B. auf meiner Seite zu diesem Thema oder
auf http://www.th-h.de/faq/headrfaq.html
(technisch grundlegender).
4. Ich habe einen Spam erhalten, in dem
meine Adresse als Absender angegeben wird. Wie geht denn
das?
Die Adresse, die als Absender angegeben wird, ist ebenso frei
wählbar wie die Absenderadresse in einem Brief. Ein Spammer
verhindert so, dass lästige Beschwerdemails herumgeschickt
werden und er möglicherweise noch Ärger deswegen
bekommt.
5. Spam ist doch kein Problem. Ein Klick und
weg ist er!
Vordergründig stimmt das. Laut dem Magazin Facts verursacht
jeder Spam Kosten von 4 Rp. beim Versand. Dies scheint kein
nennenswerter Betrag zu sein. Bei einem Spamvolumen von 1'000'000,
was nicht unüblich ist, beträgt der Schaden aber bereits
Fr. 40'000. In einem Jahr kommt in der Welt so ein Schaden von ca.
15 Milliarden Franken zusammen, in diese Berechnung sind lediglich
die Kosten der Empfänger für den Download eingerechnet.
Weiterer Schaden entsteht aber auch bei Mailservern, die ob der
Spamflut zusammenbrechen, bei Firmen, deren Mitarbeiter die
richtigen Mails nicht mehr unter den Spams finden, bei verstopften
Telefonleitungen oder dann, wenn Mails nicht verschickt werden
können, weil ein Spammer die ganze Bandbreite des SMTP Servers
(Server für ausgehende Mails) braucht. Übrigens geht der
Internet- Dienstleistungsanbieter AOL davon aus, dass 30% aller
versandten Nachrichten Spam sind. Die kürzlich von Google
übernommene Dejanews- Usenet- Datenbank soll laut
Schätzungen zu zwei Dritteln aus Spam bestehen, was deren
Nützlichkeit in der Recherche von alten Artikeln massiv
einschränkt.
6. Spam hat auch seine positiven Seiten. Er
kurbelt doch die Wirtschaft an!
Es gilt zu unterscheiden zwischen Spam und E-Mailwerbung bzw.
Newslettern. Spam wird ohne Wunsch der Empfänger zugesandt,
z.B. durch Absuchen aller Newsgroups oder durch Absuchen von WWW-
Seiten. Deshalb kann auf persönliche Interessen keine
Rücksicht genommen werden, oft bewirbt Spam auch Produkte und
Dienstleistungen nur für einen kleinen Teil der Welt oder eine
sehr kleine Zielgruppe und wird trotzdem überallhin versandt.
Deshalb ist der durch Spam entstehende Schaden viel grösser
als der entstehende wirtschaftliche Nutzen. E-Mailwerbung oder
Newsletter basieren hingegen auf einer Liste, wo sich Interessierte
eintragen können. Da so alle Empfänger von solchen Mails
am Produkt, der Information oder der Dienstleistung Interesse
haben, ist die Akzeptanz sehr hoch. Ebenfalls wird so viel
unnötiger Netzwerkverkehr vermieden. Spam (= unerbetene
Massen-E-Mails) schadet hingegen der Wirtschaft, da er enorme
Kosten verursacht, s. Frage 5
7. Ich habe ein Mail erhalten, in dem steht,
dass es kein Spam oder eine einmalige Aktion sei. Ist dieses Mail
nun Spam oder nicht?
Dies ist eine Masche von Spammern, um Reklamationen zu verhindern.
Spam ist natürlich auch dann noch Spam, wenn ein Spammer das
Gegenteil behauptet.
8. Im Spam steht, dass man nicht reklamieren
soll, da sonst der Account geschlossen würde und so die
Remove- Funktion nicht mehr funktionieren würde. Was soll ich
tun?
Spammern ist die Remove- Funktion meist fremd. Sie dient nur dazu,
Adressen zu verifizieren. Ebenfalls ist dies ein Trick, um
Reklamationen zu verhindern. Selbstverständlich soll man sich
trotzdem beschwerden.
9. Ich habe gehört, dass man auf Spams
nicht antworten soll und auch nicht die Remove- Funktion benutzen
sollte. Was soll ich dann tun?
Es stimmt, dass man nicht antworten oder die Remove- Funktion
benutzen soll, da Spammer so die Adresse verifizieren können.
Vielmehr kann durch das Lesen des Headers die richtige
Beschwerdeadresse gefunden werden, s. Frage 3.
10. Ich habe einen Spammer ausfindig
gemacht. Jetzt bombe ich ihn zu!
Nein! Indem man selbst zum Spammer wird, löst man das Problem
nicht. Dadurch wird der Mailserver des eigenen Providers, das
Internet und der Mailserver des empfangenden Providers unnötig
belastet, genauso wie beim Spam. Den Providern entsteht so ein
unnötiger Aufwand, ausserdem ist es illegal und damit strafbar
(Art. 179 septies StGB).
11. Ich habe ein riesiges Mail in meiner
Mailbox, wie kriege ich das wieder weg, ohne es
herunterzuladen?
Die Frage hat eigentlich nichts direkt mit Spam zu tun. Trotzdem
hat sie ihre Berechtigung. Falls Ihre Mails auf einem POP3 Server
liegen, ist es ganz einfach. Starten Sie eine Telnet-Session.
Dieses Programm ist in allen mir bekannten Betriebssystemen
vorhanden, ggf. müssen Sie eine Suche danach starten. Sie
benötigen die Adresse Ihres POP3- Servers, die Sie unter
Umständen in Ihrem Mailprogramm nachschauen müssen. Nun
können Sie sich mit dem POP3- Server verbinden, indem Sie
dessen Adresse im Telnet-Programm angeben. Als Port wählen Sie
110. Wenn alles klappt, verbindet sich das Programm mit dem POP3-
Server. Geben Sie nun "USER xxxx [Enter]" in ihr Telnet- Terminal
ein, wobei xxxx Ihr Benutzername ist (dieser steht auch im
Mailprogramm). Nachdem der POP3- Server geantwortet hat, geben Sie
mit "PASS xxxx [Enter]" Ihr Passwort an. Wenn alles geklappt hat,
sind Sie nun eingeloggt (Beachten Sie die Antworten vom POP3-
Server.) Anschliessend können Sie mit "LIST [Enter]" Ihre
Mails auflisten. Der Server liefert eine Tabelle mit Mailnummer und
Maillänge zurück. Die problematische Mail wird die
grösste sein. Dieses können Sie mit "DELE n [Enter]"
löschen, wobei n die Nummer des Mails ist. Sobald Sie "QUIT
[Enter]" eingeben, wird die Löschung wirksam. Gleichzeitig
werden Sie ausgeloggt. Siehe dazu auch RFC 1939 (exakte Definition des POP3
Standards). Falls Sie auch über Webmail Zugang zu Ihrer
Mailbox haben, können Sie natürlich auch dort ein Mail
löschen.
12. Ich führe eine Mailingliste. Wie
kann ich verhindern, dass Mails an Personen gelangen, die dies
nicht wünschen?
Ich gehe davon aus, dass Sie ein Opt- In Verfahren praktizieren,
d.h., dass sich Leute, die Ihre Mails wollen, in eine Liste
eintragen müssen. Ebenfalls gehe ich davon aus, dass es eine
einfache Möglichkeit gibt, dass sich die Leute wieder
austragen können.
Die folgenden zwei Probleme sind die häufigsten, die sich stellen:
Immer wieder gibt es das Problem, dass irgendjemand es lustig findet, andere Leute auf Mailinglists zu setzen. Diesem Problem kann man begegnen, indem man die IP- Nummer und exakte Uhrzeit, wenn sich jemand per Web- Formular einträgt in ein Logbuch schreibt und ebenfalls zusammen mit dem Code demjenigen, der sich angeblich angemeldet hat, zur Verifikation zuschickt. Auf diese Weise lässt sich die Herkunft des Übeltäters zurückverfolgen. Falls die Anmeldung per E-Mail erfolgt, kann man den zuständigen Provider analog wie bei Spam- Mails erkennen. (s. dazu Was tun gegen Spam?) Anstatt dass der Empfänger ein Mail zurückschicken muss, um sich zu bestätigen, kann man natürlich auch einen Link ins Mail schreiben, den der Benutzer anklicken kann (z.B. http://www.irgendeineseite.ch/bestätigung.pl?CODE). Das Programm prüft, ob der Code korrekt ist (d.h. in der Datenbank vorhanden) und schaltet die entsprechende Adresse frei.
Bei jedem Mailing kann der Code nun im Subject oder als anklickbarer Link zu einem "Lösch- Programm" (s. oben) nun mitgesandt werden. Wenn sich jemand löschen will, stellt sich das Problem nicht mehr, die dazugehörige Adresse zu finden, da der Code ja jeden Benutzer eindeutig identifiziert.
Vermutlich wird ab und zu das Problem auftauchen, dass jemand immer wieder eine Adresse angibt, um diese Person einzutragen die es gar nicht wünscht. Um diesem Problem zu begegnen, sollte man eine "schwarze Liste" führen, wo E-Mailadressen aufgelistet sind, die definitiv keine Newsletter wünschen, so dass diesen Leuten gar keine Bestätigungsmails zugeschickt werden.
13. Ich betreibe einen Mailserver. Gibt es
eine Möglichkeit, Spam herauszufiltern?
Ja. Allerdings besteht auch immer die Gefahr, dass erwünschte
Mails gefiltert werden. Da ich selber keinen Mailserver betreibe,
kenne ich die Dienste nur vom Hörensagen. Recht praktikabel
soll die RBL sein, dort werden offene Relays aufgelistet, die
für einen grossen Teil des Spams verantwortlich sind. Neuere
Versionen von Sendmail können relativ einfach zur
Zusammenarbeit mit dieser Liste konfiguriert werden. Daneben gibt
es noch die weiterführende Möglichkeit, Spammern das
Leben aktiv zu erschweren, indem die Annahme von Mails so stark
verzögert, dass die Dauer zum Versand von Spams erheblich
verlängert wird. Dieses Verfahren nennt man Teergrube. Links
dazu:
14. Darf ich auf diese Seiten Links
setzen?
Selbstverständlich.
| 213 Von: Renelectronic Datum: Fri Jul 25 13:10:12 2003 Super infos Es gibt auch eine gute Hardware Lösung gegen Spam. Auf der Seite von http://www.eshield.ch/ kann mann näheres erfahren. Gruss René Böbner computer@boebner.ch |
| 93368 Von: matar_ne Datum: Wed Jul 23 15:53:17 2008 cell phone in ass chi swingers free 3d moutain pics illinois family assistance breast cancer diagnosis followed by clear mri athens regional foundation classic freelinconpics half spanish and half native american girl game over documentary swat2 the movie |
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