Häufig gestellte Fragen zu Spam

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Häufig gestellte Fragen zu Spam

1.Woher stammt der Begriff Spam?
2. Ich habe ein Spam- Mail erhalten. Wie kann ich mich wehren?
3. Wie finde ich die richtige Beschwerdeadresse heraus?
4. Ich habe einen Spam erhalten, in dem meine Adresse als Absender angegeben wird. Wie geht denn das?
5. Spam ist doch kein Problem. Ein Klick und weg ist er!
6. Spam hat auch seine positiven Seiten. Er kurbelt doch die Wirtschaft an!
7. Ich habe ein Mail erhalten, in dem steht, dass es kein Spam oder eine einmalige Aktion sei. Ist dieses Mail nun Spam oder nicht?
8. Im Spam steht, dass man nicht reklamieren soll, da sonst der Account geschlossen würde und so die Remove- Funktion nicht mehr funktionieren würde. Was soll ich tun?
9. Ich habe gehört, dass man auf Spams nicht antworten soll und auch nicht die Remove- Funktion benutzen sollte. Was soll ich dann tun?
10. Ich habe einen Spammer ausfindig gemacht. Jetzt bombe ich ihn zu!
11. Ich habe ein riesiges Mail in meiner Mailbox, wie kriege ich das wieder weg, ohne es herunterzuladen?
12. Ich führe eine Mailingliste. Wie kann ich verhindern, dass Mails an Personen gelangen, die dies nicht wünschen?
13. Ich betreibe einen Mailserver. Gibt es eine Möglichkeit, Spam herauszufiltern?
14. Darf ich auf diese Seiten Links setzen?

1. Woher stammt der Begriff Spam?
SPAM ist eigentlich ein Markenname für gewürztes Schweinefleisch und Schinken in einer Dose. Der Name stammt von spiced pork and ham. Ein Sketch von Monty Python's Flying Circus macht sich offenbar darüber lustig (gesehen habe ich ihn nie), indem im Restaurant, in dem der Sketch spielt überall nur Spam vorkommt, obschon ihn niemand wirklich will. Irgendjemand hat den Begriff offenbar auf das E-Mail- Problem übertragen, dabei ist es geblieben. Infos darüber gibt es auch vom Hersteller von SPAM.

Korrektere Bezeichnungen für dasselbe Problem sind UBE unsolicited bulk e-mail (= unerbetenes Massen- E-Mail) oder UCE unsolicited commercial e-mail (= unerbetenes, kommerzielles E-Mail).

Analog zu den Merkwörtern AIDA oder KISS können Werbetreibende auch SPAM als Eselsleiter benutzen: Stupid People's Advertising Method.

2. Ich habe ein Spam- Mail erhalten. Wie kann ich mich wehren?
Diverse Seiten befassen sich mit dem Problem. Ein guter Anfang ist meine Seite zu diesem Problem.

3. Wie finde ich die richtige Beschwerdeadresse heraus?
Z.B. auf meiner Seite zu diesem Thema oder auf http://www.th-h.de/faq/headrfaq.html (technisch grundlegender).

4. Ich habe einen Spam erhalten, in dem meine Adresse als Absender angegeben wird. Wie geht denn das?
Die Adresse, die als Absender angegeben wird, ist ebenso frei wählbar wie die Absenderadresse in einem Brief. Ein Spammer verhindert so, dass lästige Beschwerdemails herumgeschickt werden und er möglicherweise noch Ärger deswegen bekommt.

5. Spam ist doch kein Problem. Ein Klick und weg ist er!
Vordergründig stimmt das. Laut dem Magazin Facts verursacht jeder Spam Kosten von 4 Rp. beim Versand. Dies scheint kein nennenswerter Betrag zu sein. Bei einem Spamvolumen von 1'000'000, was nicht unüblich ist, beträgt der Schaden aber bereits Fr. 40'000. In einem Jahr kommt in der Welt so ein Schaden von ca. 15 Milliarden Franken zusammen, in diese Berechnung sind lediglich die Kosten der Empfänger für den Download eingerechnet. Weiterer Schaden entsteht aber auch bei Mailservern, die ob der Spamflut zusammenbrechen, bei Firmen, deren Mitarbeiter die richtigen Mails nicht mehr unter den Spams finden, bei verstopften Telefonleitungen oder dann, wenn Mails nicht verschickt werden können, weil ein Spammer die ganze Bandbreite des SMTP Servers (Server für ausgehende Mails) braucht. Übrigens geht der Internet- Dienstleistungsanbieter AOL davon aus, dass 30% aller versandten Nachrichten Spam sind. Die kürzlich von Google übernommene Dejanews- Usenet- Datenbank soll laut Schätzungen zu zwei Dritteln aus Spam bestehen, was deren Nützlichkeit in der Recherche von alten Artikeln massiv einschränkt.

6. Spam hat auch seine positiven Seiten. Er kurbelt doch die Wirtschaft an!
Es gilt zu unterscheiden zwischen Spam und E-Mailwerbung bzw. Newslettern. Spam wird ohne Wunsch der Empfänger zugesandt, z.B. durch Absuchen aller Newsgroups oder durch Absuchen von WWW- Seiten. Deshalb kann auf persönliche Interessen keine Rücksicht genommen werden, oft bewirbt Spam auch Produkte und Dienstleistungen nur für einen kleinen Teil der Welt oder eine sehr kleine Zielgruppe und wird trotzdem überallhin versandt. Deshalb ist der durch Spam entstehende Schaden viel grösser als der entstehende wirtschaftliche Nutzen. E-Mailwerbung oder Newsletter basieren hingegen auf einer Liste, wo sich Interessierte eintragen können. Da so alle Empfänger von solchen Mails am Produkt, der Information oder der Dienstleistung Interesse haben, ist die Akzeptanz sehr hoch. Ebenfalls wird so viel unnötiger Netzwerkverkehr vermieden. Spam (= unerbetene Massen-E-Mails) schadet hingegen der Wirtschaft, da er enorme Kosten verursacht, s. Frage 5

7. Ich habe ein Mail erhalten, in dem steht, dass es kein Spam oder eine einmalige Aktion sei. Ist dieses Mail nun Spam oder nicht?
Dies ist eine Masche von Spammern, um Reklamationen zu verhindern. Spam ist natürlich auch dann noch Spam, wenn ein Spammer das Gegenteil behauptet.

8. Im Spam steht, dass man nicht reklamieren soll, da sonst der Account geschlossen würde und so die Remove- Funktion nicht mehr funktionieren würde. Was soll ich tun?
Spammern ist die Remove- Funktion meist fremd. Sie dient nur dazu, Adressen zu verifizieren. Ebenfalls ist dies ein Trick, um Reklamationen zu verhindern. Selbstverständlich soll man sich trotzdem beschwerden.

9. Ich habe gehört, dass man auf Spams nicht antworten soll und auch nicht die Remove- Funktion benutzen sollte. Was soll ich dann tun?
Es stimmt, dass man nicht antworten oder die Remove- Funktion benutzen soll, da Spammer so die Adresse verifizieren können. Vielmehr kann durch das Lesen des Headers die richtige Beschwerdeadresse gefunden werden, s. Frage 3.

10. Ich habe einen Spammer ausfindig gemacht. Jetzt bombe ich ihn zu!
Nein! Indem man selbst zum Spammer wird, löst man das Problem nicht. Dadurch wird der Mailserver des eigenen Providers, das Internet und der Mailserver des empfangenden Providers unnötig belastet, genauso wie beim Spam. Den Providern entsteht so ein unnötiger Aufwand, ausserdem ist es illegal und damit strafbar (Art. 179 septies StGB).

11. Ich habe ein riesiges Mail in meiner Mailbox, wie kriege ich das wieder weg, ohne es herunterzuladen?
Die Frage hat eigentlich nichts direkt mit Spam zu tun. Trotzdem hat sie ihre Berechtigung. Falls Ihre Mails auf einem POP3 Server liegen, ist es ganz einfach. Starten Sie eine Telnet-Session. Dieses Programm ist in allen mir bekannten Betriebssystemen vorhanden, ggf. müssen Sie eine Suche danach starten. Sie benötigen die Adresse Ihres POP3- Servers, die Sie unter Umständen in Ihrem Mailprogramm nachschauen müssen. Nun können Sie sich mit dem POP3- Server verbinden, indem Sie dessen Adresse im Telnet-Programm angeben. Als Port wählen Sie 110. Wenn alles klappt, verbindet sich das Programm mit dem POP3- Server. Geben Sie nun "USER xxxx [Enter]" in ihr Telnet- Terminal ein, wobei xxxx Ihr Benutzername ist (dieser steht auch im Mailprogramm). Nachdem der POP3- Server geantwortet hat, geben Sie mit "PASS xxxx [Enter]" Ihr Passwort an. Wenn alles geklappt hat, sind Sie nun eingeloggt (Beachten Sie die Antworten vom POP3- Server.) Anschliessend können Sie mit "LIST [Enter]" Ihre Mails auflisten. Der Server liefert eine Tabelle mit Mailnummer und Maillänge zurück. Die problematische Mail wird die grösste sein. Dieses können Sie mit "DELE n [Enter]" löschen, wobei n die Nummer des Mails ist. Sobald Sie "QUIT [Enter]" eingeben, wird die Löschung wirksam. Gleichzeitig werden Sie ausgeloggt. Siehe dazu auch RFC 1939 (exakte Definition des POP3 Standards). Falls Sie auch über Webmail Zugang zu Ihrer Mailbox haben, können Sie natürlich auch dort ein Mail löschen.

12. Ich führe eine Mailingliste. Wie kann ich verhindern, dass Mails an Personen gelangen, die dies nicht wünschen?
Ich gehe davon aus, dass Sie ein Opt- In Verfahren praktizieren, d.h., dass sich Leute, die Ihre Mails wollen, in eine Liste eintragen müssen. Ebenfalls gehe ich davon aus, dass es eine einfache Möglichkeit gibt, dass sich die Leute wieder austragen können.

Die folgenden zwei Probleme sind die häufigsten, die sich stellen:

Um die beiden Probleme zu lösen, teilt man zuerst jedem Besitzer einen individuellen, zufällig generierten Code aus Buchstaben und Zahlen zu. Wenn sich nun jemand in eine Mailinglist eintragen will, schickt man dem Betreffenden den Code an die E-Mailadresse (z.B. im Subject). Wenn dieser das Mail zurücksendet und der Code noch immer im Subject steht, kann man sehr sicher sein, dass die Person die Mailings tatsächlich wünscht. Wichtig ist dabei, dass der Code wirklich zufällig generiert ist, so dass nicht jemand anderes die Mails bestätigen kann, indem er den Code errät. Ebenfalls muss der Code eindeutig sein, d.h. dass keine zwei Benutzer denselben Code haben, da dieser auch zur Identifikation der Benutzer dient. Dies kann man erreichen, wenn man z.B. eine Zufalls- Buchstabenkombination an die lokale Uhrzeit (z.B. Unix- System- Time) anhängt.

Immer wieder gibt es das Problem, dass irgendjemand es lustig findet, andere Leute auf Mailinglists zu setzen. Diesem Problem kann man begegnen, indem man die IP- Nummer und exakte Uhrzeit, wenn sich jemand per Web- Formular einträgt in ein Logbuch schreibt und ebenfalls zusammen mit dem Code demjenigen, der sich angeblich angemeldet hat, zur Verifikation zuschickt. Auf diese Weise lässt sich die Herkunft des Übeltäters zurückverfolgen. Falls die Anmeldung per E-Mail erfolgt, kann man den zuständigen Provider analog wie bei Spam- Mails erkennen. (s. dazu Was tun gegen Spam?) Anstatt dass der Empfänger ein Mail zurückschicken muss, um sich zu bestätigen, kann man natürlich auch einen Link ins Mail schreiben, den der Benutzer anklicken kann (z.B. http://www.irgendeineseite.ch/bestätigung.pl?CODE). Das Programm prüft, ob der Code korrekt ist (d.h. in der Datenbank vorhanden) und schaltet die entsprechende Adresse frei.

Bei jedem Mailing kann der Code nun im Subject oder als anklickbarer Link zu einem "Lösch- Programm" (s. oben) nun mitgesandt werden. Wenn sich jemand löschen will, stellt sich das Problem nicht mehr, die dazugehörige Adresse zu finden, da der Code ja jeden Benutzer eindeutig identifiziert.

Vermutlich wird ab und zu das Problem auftauchen, dass jemand immer wieder eine Adresse angibt, um diese Person einzutragen die es gar nicht wünscht. Um diesem Problem zu begegnen, sollte man eine "schwarze Liste" führen, wo E-Mailadressen aufgelistet sind, die definitiv keine Newsletter wünschen, so dass diesen Leuten gar keine Bestätigungsmails zugeschickt werden.

13. Ich betreibe einen Mailserver. Gibt es eine Möglichkeit, Spam herauszufiltern?
Ja. Allerdings besteht auch immer die Gefahr, dass erwünschte Mails gefiltert werden. Da ich selber keinen Mailserver betreibe, kenne ich die Dienste nur vom Hörensagen. Recht praktikabel soll die RBL sein, dort werden offene Relays aufgelistet, die für einen grossen Teil des Spams verantwortlich sind. Neuere Versionen von Sendmail können relativ einfach zur Zusammenarbeit mit dieser Liste konfiguriert werden. Daneben gibt es noch die weiterführende Möglichkeit, Spammern das Leben aktiv zu erschweren, indem die Annahme von Mails so stark verzögert, dass die Dauer zum Versand von Spams erheblich verlängert wird. Dieses Verfahren nennt man Teergrube. Links dazu:



14. Darf ich auf diese Seiten Links setzen?
Selbstverständlich.

Kommentar

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213

Von: Renelectronic Datum: Fri Jul 25 13:10:12 2003

Super infos Es gibt auch eine gute Hardware Lösung gegen Spam. Auf der Seite von http://www.eshield.ch/ kann mann näheres erfahren. Gruss René Böbner computer@boebner.ch

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Von: matar_ne Datum: Wed Jul 23 15:53:17 2008

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Von: Rzfqhulk Datum: Wed Jul 23 19:03:25 2008

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Letzte Änderung: 28.Oct.2002
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