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Star Trek: The Badlands #1
Autorin: Susan Wright
1999, Pocket Books
ISBN 0-671-03957-1
271 Seiten


"The Badlands" ähnelt in gewisser Weise dem Vierteiler "Invasion!". Alle vier aus den TV-Serien bekannten Crews haben es in ihrem jeweiligen Teil der Geschichte mit dem gleichen Problem zu tun. Und wie schon der Titel verrät, hat dieses Problem etwas mit den Badlands zu tun, die bereits in einigen DS9-Folgen, sowie im Voyager-Pilotfilm "Caretaker" vorgekommen sind.

Im Gegensatz zu "Invasion!" besteht "The Badlands" nur aus zwei Büchern, die aber trotzdem vier voneinander weitgehend unabhängige Geschichten enthalten. In diesem ersten Buch begeben sich die Classic- und die TNG-Crew in die Nähe der Badlands:


Die Original-Enterprise unter dem Kommando von Captain James T. Kirk wird von Starfleet Command ins Unbekannte geschickt. Kirk hat den Befehl bekommen, mit der Enterprise in eine bisher weitgehend unerforschte Region vorzustoßen. Es scheint so, als würde die Enterprise dort eine bestimmte Mission erwarten, über die man die Crew aber erst informieren möchte, wenn das Schiff bereits am Ziel angelangt ist.

Als es soweit ist, meldet sich auch tatsächlich ein Admiral, der die Sache aufklärt: Starfleet ist zu Ohren gekommen, daß in jenem Sektor demnächst geheime und äußerst pikante Informationen übergeben werden sollen. Ein Schmuggler wird sich dort mit einem Transporter treffen und diesem Daten über eine neue romulanische Waffe übergeben. Nicht bekannt ist, wer der endgültige Empfänger dieser Informationen ist. Die Aufgabe der Enterprise ist es, die Übergabe zu verhindern und in den Besitz der Daten über die Waffe zu gelangen.

Die Enterprise hat aber ein Problem, mit dem Starfleet Command offenbar nicht gerechnet hat. Man hat nämlich eine unglaublich große Plasma-Masse entdeckt. Auf gewisse Art und Weise sieht dieses Phänomen wunderschön aus, gleichzeitig ist es aber auch sehr gefährlich. Kirk erinnert das alles an die "Badlands" in South Dakota. Dabei handelt es sich um außergewöhnliche Felsformationen, die ebenso wunderschön und gleichzeitig gefährlich sind. Und so entschließt man sich vorerst einmal dazu, dieses neu entdeckte Phänomen ebenfalls "Badlands" zu nennen.

Doch es bleibt nicht viel Zeit dafür, das farbenfrohe Weltraumspektakel lange zu beobachten. Denn schon bald hat es die Enterprise mit Romulanern, Klingonen und einer seltsamen Strahlung zu tun, die das Schiff und fast die Hälfte der Crew außer Gefecht setzt...


Ungefähr 100 Jahre später ist die Enterprise-D unter dem Kommando von Jean-Luc Picard im Badlands-Sektor unterwegs, um dieses außergewöhnliche Phänomen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Commander Riker und Data fliegen mit einem Shuttle in die Badlands hinein, um dort Daten zu sammeln. Doch als die beiden schließlich zur Enterprise zurückkehren wollen, haben sie die Orientierung verloren. Da die Badlands ständig in Bewegung sind, wissen sie nicht mehr, in welche Richtung es zurück zu ihrem Schiff geht. Data entwickelt deshalb eine Methode, mit der er herausfinden kann, wie das Shuttle auf dem schnellsten Weg wieder aus den Badlands herauskommt. Und die beiden schaffen es auch. Doch von der Enterprise ist weit und breit keine Spur zu sehen. Riker und Data sind weit von dem Ort entfernt, an dem sie in die Stürme hineingeflogen sind. Plötzlich versagen die Systeme des Shuttles. Und zu allem Überfluß nähert sich ihnen auch noch ein cardassianisches Schiff der Galor-Klasse. Die Föderation hat mit den Cardassianern zwar Frieden geschlossen, die beiden machen sich aber trotzdem Sorgen, daß ihr Zusammentreffen mit den früheren Feinden ungemütlich werden könnte.

Und sie behalten damit natürlich recht. Die Cardassianer verhalten sich zwar nicht offen feindseelig, ihr Verhalten ist aber auch nicht unbedingt als "kooperativ" zu bezeichnen. Sie nehmen das hilflos im All treibende Shuttle samt den beiden Starfleet-Offizieren an Bord und weisen ihnen ein Quartier zu. Dieses ist selbstverständlich ständig verschlossen.

In dem Quartier auf dem cardassianischen Schiff wird Commander Riker plötzlich krank. Er hat ähnliche Probleme, wie ein großer Teil der Crew der ursprünglichen Enterprise 100 Jahre früher...


Susan Wright ist mit "The Badlands #1" ein recht gutes Buch gelungen, in dem zwei interessante und spannende Geschichten erzählt werden, die durch diese seltsame krankmachende Strahlung zusammenhängen. Während die Classic-Crew noch recht wenig über sie herausfinden kann, kommt man auf der Enterprise-D schon etwas weiter. Es gelingt zumindest, herauszufinden, worum es sich dabei eigentlich handelt. Woher sie kommt, bleibt aber weiterhin unklar und wird wohl erst im zweiten Buch, das eine Voyager- und eine DS9-Geschichte enthält, geklärt werden.

Am Anfang dieser Besprechung habe ich "The Badlands" mit "Invasion!" verglichen. Das betrifft aber wirklich nur das Konzept, die vier Star-Trek-TV-Crews mit dem gleichen Phänomen in unterschiedlichen Zeiten zu konfrontieren. Was die Qualität der Geschichte(n) betrifft, ist "The Badlands" der "Invasion!"-Serie weit überlegen. Durch diesen Vergleich sollte sich also keinesfalls jemand abschrecken lassen, dem/der "Invasion!" nicht so zugesagt hat.

Besonders positiv fällt an diesem Buch auf, daß sich die Autorin sehr bemüht hat, bereits bekannte Fakten über das Star-Trek-Universum im allgemeinen und die Badlands im besonderen einfließen zu lassen. So übermittelt zB ein gewisser Admiral Komack, der schon in den TV-Episoden "This Side of Paradise" und "Amok Time" vorgekommen ist, der Crew der alten Enterprise eine Nachricht. Es gibt noch viele weitere derartige Kleinigkeiten, die nur auffallen, wenn man entweder extrem gut über Star Trek bescheid weiß oder die "Star Trek Encyclopedia" konsultiert.

In der TNG-Geschichte spielt Ensign Ro eine gar nicht so kleine Rolle. Als zwei Cardassianer vom Obsidian Order an Bord des Schiffes kommen, ist sie darüber natürlich - gelinde gesagt - nicht besonders glücklich.

Fazit: "The Badlands #1" ist zwar kein "Must-Have-Buch", es gibt aber viele Gründe, warum man diese beiden Geschichten dennoch lesen sollte.

© Patrick Ahrer
(ahrer@gmx.at)

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