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Star Trek: Insurrection
Autor: J. M. Dillard Pocket Books ISBN 0-671-02447-7 295 Seiten |
Dieses Buch ist die Romanfassung des neunten Star-Trek-Kinofilms "Insurrection", der Ende 1998 bzw. Anfang 1999 in den ersten Kinos in den USA und Europa zu sehen war.
Auf einem scheinbar unbedeutenden Planeten in einer unwirtlichen Region des Raums verbirgt sich ein Geheimnis, nach dem Lebewesen aller Art schon seit Ewigkeiten suchen: Die Unsterblichkeit. Die Bewohner des Planeten, die Ba'ku, scheinen nicht zu altern und nicht zu sterben. Der Grund dafür dürfte eine besondere Strahlung sein, die nur in der Umgebung des Planeten zu finden ist. Die Föderation möchte diese Strahlung für die Heilung von Krankheiten nutzbar machen und hat sich deshalb auf eine Allianz mit den nicht sehr friedfertigen Son'a eingelassen. Die Son'a haben eine Technik entwickelt, mit der es möglich ist, die Strahlung "einzufangen". Bei diesem Vorgang würde allerdings der Planet der Ba'ku zerstört. Deshalb möchte man die Ba'ku mit einem Holo-Schiff auf einen anderen Planeten bringen, ohne daß diese es bemerken.
Während der Vorbereitungen befinden sich Starfleet-Offiziere und Son'a - durch Tarnvorrichtungen geschützt - auf dem Planeten. Es wurde sogar eine eigene Beobachtungsstation in der Nähe des Dorfes der sehr friedlichen und freundlichen Ba'ku errichtet. Doch plötzlich läuft ein Starfleet-Offizier Amok. Es ist Data von der Enterprise. Er enttarnt sich selbst, die anderen Starfleet-Offiziere auf dem Planeten, die Son'a und die Beobachtungsstation. Admiral Dougherty, der die Mission auf Starfleet-Seite leitet, ruft die Enterprise, die derzeit mit Routine-Aufgaben betraut ist, und bittet um die Zusendung von Datas Konstruktionsplänen. Captain Picard ist besorgt und befiehlt schließlich, Kurs auf den Planeten der Ba'ku zu nehmen. Dort angekommen, versuchen Dougherty und die Son'a ständig, ihn und die restliche Enterprise-Crew schnellstmöglich wieder loszuwerden...
Der Roman zu diesem Film ist von J.M. Dillard sehr routiniert geschrieben. Kein Wunder, sie ist schließlich auch die Autorin der Bücher zu den Filmen "Star Trek V - The Final Frontier", "Star Trek VI: The Undiscovered Country", "Star Trek: Generations" und "Star Trek: First Contact" (siehe "Star Trek - Der erste Kontakt").
Zwar enthält dieser Roman kaum zusätzliches Material, das im Film nicht zu sehen gewesen wäre, dafür gleicht er aber so manchen Mangel des Films sehr gut aus. Der Film selbst wirkt teilweise ziemlich überhastet und unlogisch. Aufgrund der Tatsache, daß bei einem Roman wesentlich mehr "Zeit" für Überlegungen und Sorgen der Charaktere bleibt, und daß auch Dinge, die man nicht sieht und nicht hört, einfließen können, wirkt mancher Handlungsfaden weniger überflüssig und/oder ärgerlich.
Positiv ist auch, daß der Roman nicht so abgehackt wirkt, wie der Film. Beim Film hatte man am Ende irgendwie das starke Gefühl, daß da eigentlich noch etwas kommen müßte. Der Roman schafft es, das abzuschwächen.
Schade ist, daß dieses Buch keine "Making-Of-Infos" zum Film enthält. Manche der vorhergehenden Romanfassungen der Star-Trek-Kinofilme enthielten ja am Ende einen Text über die Entstehungsgeschichte und die Dreharbeiten.
Dieses Buch ist sicher kein Muß, schlecht ist es aber auch nicht. Wer sich beim Film zwar ein wenig über die Umsetzung geärgert hat, die eigentliche Geschichte aber ganz gut fand, ärgert sich nach dem Lesen dieses Buches vielleicht etwas weniger. Wer allerdings schon mit der Geschichte rund um die Ba'ku, ihr scheinbar ewiges Leben, Picards Zuneigung zu Anij und die mangelnde Prinzipientreue des Starfleet-Admirals Dougherty nichts anfangen konnte, sollte sich auch von diesem Buch fernhalten.
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