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Cover von "Maximum Warp #2" Star Trek: The Next Generation #63
Maximum Warp #2
Forever Dark
Autoren: Dave Galanter und Greg Brodeur
2001, Pocket Books
ISBN 0-671-04757-4
221 Seiten

Die Enterprise-E steht kurz vor der Übernahme durch eine Gruppe von romulanischen Söldnern, die offensichtlich für T'sart arbeiten, der sich noch immer auf der Enterprise befindet und eigentlich vorgibt, innerhalb gewisser Grenzen mit der Föderationscrew zusammenarbeiten zu wollen.

Gleichzeitig werden die Probleme mit den "Todeszonen" immer mehr und größer. Mehr und mehr Zonen machen das Herumreisen schwierig und Langstreckenkommunikation überhaupt unmöglich. So muß die Enterprise die Probleme, die sich ihr stellen, allein bewältigen, ohne mit Starfleet Command Verbindung aufnehmen und Verstärkung anfordern zu können. Und das, obwohl sie von allen Seiten attackiert wird.

Das kleine Team bestehend aus Commander Riker, Data und Troi, daß im ersten Buch die Enterprise verlassen hat, hat ebenfalls größte Probleme bei der Erfüllung seiner Mission. Kurz bevor das unbemannte romulanische Kommunikationsrelay, das ihr Ziel war, erreicht wird, explodiert dieses aus für das Team unbekannten Gründen. Dadurch werden natürlich sofort romulanische Schiffe, die sich in der Nähe befinden, aufmerksam und stürzen sich auf das kleine Schiff, in dem die drei Enterprise-Offiziere unterwegs sind.

Alles in allem scheint die Situation also an allen Fronten aussichtslos, während das Ende des bekannten Gefüges des Weltraums scheinbar unaufhaltsam immer näher rückt.

Für den ersten Abschnitt dieses zweiten Teils von "Maximum Warp" gilt im großen und ganzen all das, was ich bereits in der Besprechung zum ersten Teil geschrieben habe. Kurz zusammengefaßt: Es ist eine sehr gut und flott erzählte, durch und durch spannende Geschichte, die mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Je näher die Sache ihrem Ende kommt, umso getrübter wurde aber auch mein persönlicher Eindruck davon. Denn leider besteht das große Finale aus zwei Elementen, die mir in der Regel nicht so gut gefallen: Große Schlachten und etwas abgehobene technisch-physikalische Theorien, von denen man bestenfalls Kopfschmerzen bekommt, wenn man mitzudenken versucht.

Das Stattfinden der Kämpfe rund um die Station, die Ausgangspunkt der ganzen Geschichte ist, an sich ist nicht das Problem, was mir nicht zugesagt hat, ist die Ausführlichkeit, mit der sie beschrieben wurden. Bei Schlachten reicht es mir, wenn ich weiß, wer gegen wen warum kämpft und wie sie ausgehen. Wer wann wohin schießt und was genau dabei zu Bruch geht, ist für mich normalerweise nicht von Interesse, wenn diese Information für den Fortgang der Geschichte keine weitere Funktion mehr erfüllt. Mich unterhalten derartige Kampfszenen meist schon in TV oder Kino nicht, und in Büchern sind sie dann noch einmal eine Kategorie uninteressanter, da man ja nicht einmal gute Special Effects genießen kann.

Ähnlich sieht es mit dem genauen Durchdiskutieren irgendwelcher (pseudo-)wissenschaftlichen Theorien über Dimensionen, die Natur des Universums usw. aus. Dies mögen interessante Fragen sein, die sich die Menschheit durchaus stellen soll, hier erscheinen sie mir allerdings fehl am Platz zu sein.

Diese Kritikpunkte sollen jetzt allerdings nicht über den eigentlich sehr positiven Gesamteindruck, den ich von "Maximum Warp" gewonnen habe, hinwegtäuschen. Insgesamt haben mir diese beiden Bücher überaus gut gefallen und das, was ich oben als nicht so toll beschrieben habe, ist nur ein kleiner Teil der gesamten Story.

Übrigens hat in diesem zweiten Teil die Crew der U.S.S. Voyager, die sich bekanntlich im Delta-Quadranten aufhält, auch wieder einen ganz kleinen Auftritt. Man bekommt in einigen Sätzen kurz mit, wie sich die Lösung des Problems (und mit dem Faktum, daß es eine solche gibt, werde ich jetzt wohl kaum jemand spoilern) für sie auswirkt.

Fazit: Auch der 2. Teil von "Maximum Warp" ist ein reines Abenteuer ohne einen Anspruch auf sehr hohes Niveau oder überdurchschnittliche Charakterentwicklung, das aber dennoch sehr unterhaltsam ist. Mit der kleinen Einschränkung, daß mich das Ende etwas enttäuscht hat, was ich oben schon näher ausgeführt habe.

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures