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Cover von "New Worlds, New Civilizations" Star Trek: New Worlds, New Civilizations
Autor: Michael Jan Friedman
1999, Pocket Books
ISBN 0-671-88103-5
Großformatiges Hardcover (Farbe)
192 Seiten

Bei der Einordnung dieses Buches habe ich mir ziemlich schwer getan. Einerseits ist es nicht wirklich ein Roman, weil es aus mehreren kurzen Schilderungen von Eindrücken - kombiniert mit dazugehörigen Bildern - besteht. Andererseits ist es aber auch kein Sachbuch im engeren Sinn, weil im Buch das Star-Trek-Universum als real angesehen wird. Es ist so geschrieben, als wäre es ein Buch, das in einem Buchladen der Zukunft (sofern es die dann noch gibt) verkauft werden könnte.

"New Worlds, New Civilizations" ist ein sehr ungewöhnliches Buch. Jede Geschichte wird von einer Person erzählt, die gerade irgendetwas erlebt. Dabei wird versucht, die jeweiligen Eindrücke so zu beschreiben, das der Leser das Gefühl bekommt, alles selbst zu erleben. Unterstützt wird das alles noch durch viele großformatige gezeichnete Bilder und Karten. Dieses Konzept halte ich für sehr interessant und hat bei mir auch gewirkt.

Die einzelnen Geschichten wurden den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde zugeordnet. Und so ist auch das Buch gegliedert. Auf Vulcan durchwandert man gemeinsam mit einem uralten Vulkanier, der noch nie den Planeten verlassen hat, durch die "Forge" und auf Cardassia Prime entdeckt man gemeinsam mit einem cardassianischen Wissenschaftler die Geheimnisse eines alten Grabes der Hebitians. Dann geht es weiter nach Bersallis III, wo man die im Moment besonders schlimm wütenden Feuerstürme hautnah miterleben kann. Im Anschluß daran ist man beim großen Fest im Rahmen der "Amtseinführung" des neuen Klingonen-Kanzlers General Martok dabei und als letzte Station im Bereich "Feuer" geht es dann noch in den Delta-Quadranten zu den Hirogen.

Der Bereich "Wasser" beginnt mit einem Besuch auf Ferenginar. In Begleitung von Quark ist man unter anderem bei einem Treffen dabei, bei dem besprochen wird, wie man den neuen Nagus Rom und die von seinem Vorgänger Zek unglaublicherweise eingeleiteten Reformen wieder los wird. In der Geschichte "The Footfalls of Tradition" geht's nach Danula II zum traditionellen Starfleet Academy Marathon. Danach steht der Besuch einer Maquis-Basis in den Badlands auf dem Programm. Die letzte Destination im Bereich "Wasser" sind dann die Höhlen von Mak'ala auf Trill.

Es folgt der Bereich "Luft", an dessen Beginn es zum Guardian of Forever geht, der jetzt von Dulmer und Lucsly gemanagt wird. In der nächsten Geschichte wird eine romulanische Welt besucht und die romulanische Kultur anhand des "Right of Statement" kurz untersucht. Danach folgen "A Walk in the Path of the Emissary" auf Bajor und ein Einblick ins Q-Continuum.

Der letzte der vier Bereiche ("Erde") beginnt mit einem kurzen Aufenthalt auf einem Borg-Würfel. Dann begegnet man auf Janus VI den Hortas. Auf Starbase 11, der einzigen Einrichtung dieser Art, die vor Starfleet schon von Earth Command betrieben wurde und jetzt noch immer in Betrieb ist, werden gerade "225 Years of Service" gefeiert. Dann begleitet man Wissenschaftler, die versuchen, die von den Klingonen schon ausgerotteten, mit einem Trick aber wieder "zurückgeholten" Tribbles auf einem Planeten anzusiedeln. In der letzten Geschichte des Buches steht dann noch San Francisco auf dem Programm. Dort ist man noch immer von einem Angriff der Breen im Rahmen des Dominion-Krieges geschockt.

Mir hat "New Worlds, New Civilizations" wahnsinnig gut gefallen. Michael Jan Friedman hat es geschafft, eine ganze Sammlung von sehr stimmungsvollen Kurzgeschichten zu schreiben. Und das ist angesichts der Kürze der einzelnen Geschichten wohl gar nicht so einfach. Am interessantesten waren für mich Vulcan, Cardassia Prime, Bersallis III, Ferenginar, Danula II, Bajor, Starbase 11 und San Francisco. Das Bildmaterial hat mir bei der Geschichte zu Starbase 11 am meisten zugesagt, gut gefallen haben mir aber auch viele andere Zeichnungen. Sehr positiv fand ich, daß das Buch auch einige Karten enthält. Diese sind zwar nicht übermäßig detailliert und umfassen (wenn vorhanden) immer nur das Gebiet, in dem sich die jeweilige Geschichte abspielt, sie machen es dem/der Leser(in) aber trotzdem etwas leichter, sich die diversen Orte vorzustellen.

Fazit: "New Worlds, New Civilizations" ist ein ziemlich teures Buch. Für mich ist es aber auf jeden Fall gut genug, um den hohen Preis zu akzeptieren. Wer Bücher wie dieses normalerweise mag, sollte es sich unbedingt näher ansehen.

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)

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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures