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Star Trek: The Next Generation #60 Tooth and Claw Autorin: Doranna Durgin 2001, Pocket Books ISBN 0-671-04211-4 246 Seiten |
Die eigentlich friedlichen Ntignano haben es geschafft, ihre bisher stabile Sonne zu destabilisieren, sodaß sie demnächst zur Nova wird. Eine Gruppe von Leuten hat eine Technologie in die Hände bekommen, mit der sie zu viel herumexperimentiert haben und so die große Katastrophe ausgelöst haben.
Jetzt bleibt kaum noch Zeit, um die Bevölkerung des einzigen bewohnten Planeten des Systems zu evakuieren. Und der Zeitfaktor ist bei weitem nicht das einzige Problem. Die Umgebung des Systems ist durchzogen von Anomalien, die die Navigation äußerst schwierig und riskant machen. Karten des entsprechenden Bereiches könnten dabei hilfreich sein, doch leider kann Starfleet damit nicht dienen. Sehr wohl dabei helfen könnten die Tsoran, die aber kaum Interesse an der Rettung der Ntignano zeigen.
Für die Enterprise gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man schickt gegen den ausdrücklichen Willen der Tsoran Sonden los, die das Gebiet im Schnellverfahren scannen, und riskiert Probleme mit ihnen, oder man schafft es durch Verhandlungen und ihren Erwartungen entsprechendes Verhalten, ihnen doch noch die notwendigen Informationen zu entlocken.
Vorerst konzentriert sich Captain Picard auf den Verhandlungsweg, da man so möglicherweise sowohl den Ntignano helfen, als auch gute Beziehung mit den Tsoran aufnehmen kann. Um gleich eine gute Gesprächsbasis zu schaffen, willigt man ein, ein Shuttle der Enterprise mitsamt einem hohen Offizier für ein Ritual, das bei den Tsoran gewisserweise zum Erwachsenwerden gehört, zur Verfügung zu stellen. Und zwar nicht für irgendjemand, sondern für den Sohn und "Kronprinzen" des höchsten Vertreters des Volkes.
Das Ritual besteht aus einer Jagd im Dschungel eines Nachbarplaneten namens Fandre. Dieser Dschungel ist ein riesiger Naturschutzpark, auf den die Bewohner des Planeten besonders gut aufpassen. So dürfen die Tsoran bei ihrem Ritual die Tiere keinesfalls töten, sondern nur betäuben. Außerdem wird großflächig eine Art Kraftfeld eingesetzt, die die Verwendung von Technologie aller Art unmöglich macht. Die Bewohner von Fandre schützen sich vor den wilden Kreaturen, die in dieser Wildnis leben, durch eine weiteres Kraftfeld.
Und so bricht Commander Riker gemeinsam mit dem prominenten Tsoran und dessen Begleitern auf. Doch noch bevor das Shuttle landen und somit die Jagd beginnen kann, gibt es Probleme. Das Shuttle wurde zwar extra umgerüstet, um trotz des Kraftfeldes zu funktionieren, doch das reicht offenbar nicht. Riker gelingt es nicht, das Fahrzeug in der Luft zu halten und kann nur mehr versuchen, möglichst sanft zu landen. Und eine Landung gelingt ihm dann auch tatsächlich, sehr sanft ist sie allerdings nicht ausgefallen. Ein Tsoran stirbt, einige weitere sind schwer verletzt, Riker und sein wichtiger Gast überleben leicht verletzt.
Kurz vor dem Crash ist es Riker noch gelungen, auf allen Frequenzen ein Signal auszusenden. Zwar ist Kommunikation aus dem Dschungel zur Stadt aufgrund des Kraftfeldes normalerweise nicht möglich, das intensive Signal fällt dort aber dennoch Geordi auf, der gerade dabei ist, den Fandreanern beim Lösen einiger technischer Probleme zu helfen. Doch trotz dieses kleinen Erfolges dürfen die Verunglückten nicht mit schneller Hilfe rechnen. Zahlreiche technische Hindernisse müssen erst beseitigt werden, bevor ein Rettungsversuch möglich ist.
Picard weiß nun nicht mehr, wo er zuerst sein soll und wie weiter vorzugehen ist: Für die Ntignano wird die Zeit immer knapper, die Tsoran sind weiterhin nicht bereit, die Daten herauszurücken und auf Fandre muß sich Riker ohne technische Hilfsmittel mit einigen Tsoran durch die äußerst lebensfeindliche Wildnis kämpfen.
"Tooth and Claw" hat mich nicht übermäßig begeistert. Im großen und ganzen ist es eine 08/15-Story, die weder positiv noch negativ aus der Masse der Star-Trek-Romane heraussticht.
Etwas enttäuschend sind vor allem die Tsoran, die deutlich interessanter hätten sein müssen, wenn aus dieser Geschichte mehr hätte werden sollen. Auf mich wirken sie wie eine schwache Mischung aus Klingonen und Kazon. Erst ganz am Schluß der Geschichte, als sich herausstellt, was sich hinter den Kulissen so tut, gewinnen sie langsam etwas mehr Profil und werden interessanter, da ist das Buch dann aber auch schon zu Ende.
Allgemein hat mir die Geschichte zum Ende hin immer besser gefallen, während der erste Teil eher langweilig war. Im Grunde wiederholen sich da immer die gleichen Elemente, ohne daß die Geschichte nennenswert vorankommen würde.
Geholfen hätte vielleicht auch eine etwas atmosphärischere Beschreibung der Wildnis auf Fandre. Die wilden Tiere sind zwar ganz originell, aber insgesamt kommt beim Lesen einfach nicht so recht die richtige Stimmung auf, um sich in die Situation der Charaktere hineinversetzen zu können. Hätte zum Beispiel John Vornholt, der genau das besonders gut kann, diese Szenen geschrieben, hätte das sicher einiges retten können.
Fazit: Brauchbare Lektüre für zwischendurch, aber sicher kein zukünftiger Klassiker, den man unbedingt gelesen haben muß.